Kategorie-Archiv: Totalsynthesen

Totalsynthese von Epicolacton

In der Fachzeitschrift Nature Chemistry wurde nun die Totalsynthese von Epicolacton veröffentlicht. Das Besondere an der Totalsynthese ist die biomimetische Herangehensweise an die Synthese. In einer beeindruckenden Art und Weise zeigen die Forscher, wie durch die postulierte Biosynthese Rückschlüsse auf eine erfolgreiche Totalsynthese und dadurch auch wieder auf die Biosynthese gezogen werden können. In der Publikation heißt es:

„With its array of quaternary stereocentres, high degree of functionalization and intricate polycyclic structure, it poses a considerable challenge to synthesis, a challenge that can be met by understanding its biosynthetic origin.“

In der Veröffentlichung wird nicht nur die Totalsynthese beschrieben, es wird auch die Vorgehensweise der Forschergruppe erläutert. Es konnte gezeigt werden, dass Epicolaction nach leichter Veränderung eine Drehachse besitzt. Desweiteren ähnelt das Kohlenstoffgerüst einem anderen Naturstoff. Der Vergleich der Biosynthese dieses Naturstoffes brachte auch den Durchbruch bei der Synthese und führte zu einem Biosynthesevorschlag von Epicolacton.

Am Ende gelang es der Arbeitsgruppe Epicolacton in nur 8 Schritten zu synthetisieren und einen Biosynthesevorschlag für Epicolaction zu etablieren .

Trauner et al, Nature Chemistry (2015) ($)
doi:10.1038/nchem.2336
An eight-step synthesis of epicolactone reveals its biosynthetic origin

http://www.nature.com/nchem/journal/vaop/ncurrent/full/nchem.2336.html

Totalsynthese von Cryptomoscatone E1

Der Naturstoff Cryptomoscatone E1 wurde von der Arbeitsgruppe Cavalheiro et al. im Jahr aus einem Baum (Cryptocarya moschata) isoliert.

Dieses Styrylpyron wurde bereits vor 2 Jahren zum ersten Mal synthetisch hergestellt. Nun veröffentlichte die Arbeitsgruppe um Sabitha (CSIR-Indian Institute of Chemical Technology) in dem Fachmagazin Tetrahedron Asymmetry eine weitere Totalsynthese ausgehend von Propandiol.

In dieser 13-stufigen Synthese mit 24 % Ausbeute wird unter anderem eine asymmetrische Alkynylation eingesetzt, um stereoselektiv ein Propargylalkoholderivat herzustellen. In einem weiteren Schlüsselschritt gelingt es im vorletzten Schritt zwei Fragmente durch eine Olefin Crossmetathese mit 86 % Ausbeute zu verbinden.

Orginalarbeit ($):
http://www.sciencedirect.com/…/article/pii/S0957416615002360